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Bericht für LMK 2-2006
Landesverband Saar

Gesprächstermin mit Vertretern des LV Saar bei Minister Hecken

Am 3.4. trafen sich Harry Sauer, Alfred Giesen und Ursula Steffen mit Gesundheitsminister Hecken und seinem persönlichen Referenten Dr. Schmidt (Richter), um den Sachstand bezüglich der Re-Kommunalisierung der LMÜ im Saarlandbeim Ministerium direkt zu erfragen und zu diskutieren.



In einem langen und ausführlichen Gespräch mit Herrn Minister Hecken wurden folgende Punkte erörtert:

Greenpeace-Studie: „Lebensmittelkontrolle im Saarland mangelhaft“

Die Greenpeace-Studie „Pestizide außer Kontrolle“ und die Beurteilung durch Greenpeace „Lebensmittel-Kontrolle im Saarland mangelhaft“ (SZ v. 11./12. und 13.4.2006) sorgten nicht nur für heftigen Pressewirbel, sondern riefen auch den Unmut vieler an der Lebensmittelüber- wachung beteiligten Kreise hervor.

Die Umweltschützer kritisierten mangelhafte Kontrollen auf Pestizidbelastung und warfen den Bundesländer vor, zu selten zu kontrollieren. Darüber hinaus seien die stattlichen Labore meist nicht auf dem notwendigen technisch-wissenschaftlichen Stand.

„Obst und Gemüse enthalten Jahr für Jahr mehr Pestizid-Rückstände“ kritisierte Krautter, „und die Behörden decken durch Nichtstun die schwarzen Schafe im Lebensmittelhandel. Notwendig seien intensivere Kontrollen und eine bessere Personal- und Laborausstattung“. Das Greenpeace-Einkaufs-Netz testete im September 2005 über 650 Obst- und Gemüseproben der führenden deutschen, österreichischen und schweizerischen Supermarktketten. In 15 Prozent der Ware wurden die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten.

Auch die staatlichen Kontrollbehörden berichteten, dass inzwischen in 8 Prozent der verkauften Ware die gesetzlichen Höchstmengen an Pestiziden überschritten waren.

Daraus jedoch den Schluss zu ziehen, dass die Lebensmittelüberwachung im Saarland mangelhaft ist bzw. direkt vom „Versagen der LMÜ bundesweit“ zu reden, ist unredlich und falsch! Die Redaktion Mag’s (Saarländischer Rundfunk) thematisierte die von Greenpeace angeprangerten Schwachstellen bei der Überwachung und lud den 1. Vorsitzenden als Studiogast am 13.4.2006 in die Redaktion ein.

„Eine ausreichende Kontrolldichte durch Verstärkung der Vor-Ort-Kontrolle im jeweiligen Landkreis nach dem Prinzip ‚mehr Personal mehr Kontrollen‘ in Anlehnung an das risikoorientierte Betriebsinspektionssystem“ waren der Tenor der Forderungen aus der Sicht des Verbandes.

Das bedingt auch eine verbesserte technische und personelle Ausstattung der Labore, zeitnahe Beanstandungen von belasteten Lebensmitteln und wirksame Sanktionen gegen die Verursacher ( Hersteller) im jeweiligen EU-Land!

Aus den Vorgaben des einschlägigen Gemeinschaftsrechts (insbesondere VO (EG) Nr. 882/2004) ergibt sich die Notwendigkeit, das Risikoprinzip verbindlich in die amtliche Überwachung von Lebensmittelbetrieben einzuführen; d.h. diese Forderung lässt sich nur in Organisationsstrukturen verwirklichen, in denen systematisch, d.h. nachhaltig qualitätsgesichert gearbeitet wird! Dies bedeutet:

Mit ausreichendem Personal nach dem Prinzip der risikoorientierten Betriebsinspektion!


Deshalb ist die Forderung nach mehr Personal nur konsequent und folgerichtig, und wir fordern das Land und die Kommunen auf, endlich die staatliche und kommunale LMÜ finanziell und personell besser auszustatten!

Bundesdelegiertenversammlung 2006 in Dresden, Martin Müller neuer Bundesvorsitzender

Vom 20. bis 22.4. fand in Dresden die Delegiertenversammlung 2006 des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands statt.

Die 65 Delegierten aus 15 Landesverbänden bzw. 16 Bundesländern hatten einen neuen Bundesvorstand zu wählen, da Alfred Bohl (Kassierer) und Wilfried Kuck (Schriftführer) nach langjähriger Mitarbeit im Bundesvorstand nicht mehr zur Verfügung standen.

Bei den Wahlen zum Bundesvorstand wurde Martin Müller (LV NRW) zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Stellvertretende Bundesvorsitzende wurden Anja Tittes (LV Sachsen) und Harry Sauer (LV Saarland). Zum Schriftführer wurde Guido Friske (LV Rheinland-Pfalz) und zum Kassierer Manfred Woller (LV Bayern) gewählt.

Personalnachrichten

Nachwuchssorgen gibt es z.Zt. keine beim LV Saar!
Am 6.2.2006 erblickte Kathrin das Licht der Welt und brachte Birgit und Peter Klaus und nicht zuletzt Familie Feld in Heusweiler-Hirtel außer Rand und Band! Ebenso hört man aus dem Saar-Pfalzkreis (Petra und Christoph) und aus dem Stadt- verband Saarbrücken (Stefanie und Dieter), dass erneut Nachwuchs unterwegs ist!
Na dann!
Die Rente ist gesichert!


Harry Sauer
1. Vorsitzender

Landesverband der Lebensmittelkontrolleure Saar e.V.