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Bericht für LMK 3-2003
Landesverband Saar

Weinseminar beim Stadtverband Saarbrücken

Italiens Weine standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung beim Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Stadtverbandes Saarbrücken.

Volker Franz, Lebensmittelkontrolleur beim Landkreis Saarlouis, referierte über das Weinland Italien und präsentierte dazu 13 klassische Vertreter aus der Rebsortenvielfalt der Apenninenhalbinsel.

Besprochen wurde die geschichtliche Entwicklung des Weinbaus sowie Italiens heutiger Stand im Vergleich zu den anderen weinbautreibenden Staaten der EU. Mit einer Anbaufläche von 900.000 ha gehört Italien zu den wichtigsten Erzeugerländern und Deutschland ist der Hauptabnehmer italienischer Weine.

Trotz einer Fülle von Informationen über die einzelnen Weinbaugebiete und zum Teil unterschiedlichen Herstellungsmethoden, sorgten die vorgestellten Weine und ein dazu gereichter Imbiss dafür, dass es kein "trockenes" Thema wurde.

Vom Barrique-vergorenen Lugana-Weißwein aus der Lombardei über die kraftvollen, würzigen Rotweine Süditaliens bis hin zu den Klassikern aus der Toskana wie Chianti, Brunello di Montalcino oder Vino Nobile di Montepulciano reichte die Palette. Ein spezielles Thema war auch die Herstellung des Amarone della Valpolicella, der aus selektionierten, teilgetrockneten Trauben hergestellt wird und für den ganz spezifische Herstellungsbestimmungen gelten. Natürlich durfte auch nicht der "Wein der Könige", ein geschmeidiger Barolo, in der breit gefächerten Weinauswahl fehlen.

Einen Schwerpunkt der Informationsveranstaltung stellten die gesetzlichen Bestimmungen in Italien innerhalb der EU-Weingesetzgebung dar. Italien war in der Vergangenheit des öfteren Schauplatz teilweise gravierender "Weinskandale", mit denen sich auch die Ermittlungsbehörden anderer Länder beschäftigen mussten. So stand auch ein mit synthetischem Glyzerin illegal "gedopter" Chianti zur Probe bereit, der auch einmal Gegenstand hiesiger Ermittlungen war.

Nach drei Stunden kurzweiliger Weininformationen zu Italien waren sich alle Teilnehmer(innen) einig, dass dies einer Fortsetzung bedarf.



Kooperationsvertrag mit der GdP Saar

Die Lebensmittelüberwachung im Saarland war von 1945/46 bis 1997 Aufgabe der saarländischen Polizei. Durch die Kommunalisierung 1997 wechselten das Aufgabengebiet und 17 Polizeibeamte zu verschiedenen saarländischen Kommunen. Verschiedene Kollegen sind auch nach dem Wechsel Mitglied der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geblieben. Eingedenk der jahrzehntelangen Zugehörigkeit zu der Polizei des Saarlandes und ihrer Gewerkschaft sollen nun auch für die Zukunft Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickelt und vereinbart werden. Damit soll die Teilhabe sowohl an gewerkschaftlichen als auch verbandlichen Errungenschaften und Leistungen gesichert werden. Auf der Basis der jeweiligen Vorstandsbeschlüsse wurde u.a. vereinbart, dass die Mitglieder des Landesverbandes berechtigt sind, die Leistungen des Sozialwerks der GdP Saarland, wie etwa die Teilnahme an Gruppenreisen, Zuschüsse zu individuell gebuchten Reisen oder verbilligter Kauf von Neuwagen, in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus können die Mitglieder unseres Verbandes eine Fördermitgliedschaft bei der GdP Saarland beantragen, die über o.g. Leistungen hinausgehend die Inanspruchnahme kostenfreier Rechtsberatung in allen Rechtsfragen bei einem GdP-Vertragsanwalt sowie die Nutzung besonderer Konditionen bei der GdP Kooperationsversicherung PVAG/SIGNAL beinhaltet.

Bestehende und beabsichtigte Kooperationen des Bundesverbandes oder anderer Landesverbände der Lebensmittelkontrolleure mit anderen Organisationen werden durch diese "historisch gewachsene Verbindung" nicht tangiert.

So konnten Hugo Müller -Landesvorsitzender der GdP Saar- und Harry Sauer -Vorsitzender des LVLK Saar- ein Vertragswerk unterzeichnen, auf das alle Beteiligte stolz sein können.

Volker Franz/Harry Sauer

Landesverband der Lebensmittelkontrolleure Saar e.V.